Notwendige Fragen und Antworten
Das geht nicht allein mit ästhetischen Verbesserungen. Der Erkenntnis, dass die Gestaltung des beruflichen Umfeldes immer Auswirkungen auf die Arbeit, in diesem Fall auf die Lehr/Lerntätigkeit selbst hat, folgen dann in einem zweiten Schritt die praktischen Maßnahmen.
zwoPK nennen das: „Den sozialen Raum begreifen“, was, stark vereinfacht, soviel bedeutet wie obige Frage präziser zu stellen – und dann auch noch Antworten darauf zu finden: Was sind die lokalen Gegebenheiten? Wer macht dort wann was? Wie kann man das verbessern? Eine besonders wichtige Frage in diesem Zusammenhang ist: Was für langfristige Folgen werden sich aus den Maßnahmen ergeben? Beziehungsweise ist der Ort alterungsfähig und in einem weiteren Schritt veränderbar? Stichwort Flexibilität.
Die echten Bedürfnisse
In diesem Fall ist es so, dass der Platz selbst, aber auch darauf befindliche Möbel aus robusten Materialien gebaut sein müssen. Eine Blumenwiese mit Strohmatten, so sehr sie auch dem schwärmerischen Geist der Jugend entsprechen könnte, sähe nach wenigen Tagen aus wie ein Militärübungsplatz. Und dann, ganz wichtig, sollten die Nutzer (hier: die Schüler) sich mit dem Platz auch noch identifizieren können, ihn mögen, sich gerne dort aufhalten.
„Auch die Landschaftsarchitektur hat die Aufgabe, aufbauend auf das räumliche Potential klare und nutzungsoffene Strukturen zu schaffen. Bei dem Vorplatz sind das etwa drei Elemente: eine ruhige Grundfläche, ein Infrastrukturstreifen und mobile Holzboxen. Es geht darum, die wirklichen Wünsche, die echten Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen und dabei das vorhandene räumliche Potenzial zu nutzen.“