1980 – 2000

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Von den goldenen 1980er Jahren bis zur Krise der Jahrtausendwende

Die Postmoderne im Büro

Der wirtschaftliche Erfolg der Büromöbelfabrik erreichte neue Dimen-sionen. Anfang der 1970er Jahre verzeichnete man durchschnittliche Umsatzsteigerungsraten von rund 22 Prozent. Betrug der Umsatz im Jahr 1970 noch 90 Millionen Schilling, so stieg er im Jahr 1999 auf 516 Millionen Schilling. Parallel dazu stiegen auch die Beschäftigten-zahlen, von 261 Mitarbeitern (1971) auf 413 Personen im Jahr 1995. In der Folge sank die Zahl der Mitarbeiter auf 360 im Jahr 2000.

Ende der 1970er Jahre tauchten die ersten EDV-Arbeitsplätze in den Katalogen auf, damals auch als „Bildschirmarbeitsplätze“ bezeichnet. Darüber hinaus gab es völlig neue Produktbereiche, wie Bankeinrichtungen (1981), oder die „Neudörfler Krankenhauswand“ (1983), die anlässlich der Ausstattung des Neubaus des Wiener Neustädter Krankenhauses ins Programm aufgenommen worden war.

Ab der Mitte der 1990er Jahre erschienen neue Produktlinien mit klingenden Namen, wie „Tangenta“ oder „Kursiva“, der ganz große Erfolg blieb aber offenbar aus, denn zu Beginn des neuen Jahrtausends erfolgte ein neuerlicher Relaunch. Unter dem Label „MARK“ und mit der Linie „Markon von Neudörfler“ wurde ein neues Managementprogramm vorgestellt. Daneben gab es das „Uni-System“ (für Konferenz- und Seminarräume, Hotels, Schulen und Bibliotheken), dessen Tisch „Uni-Work“ mehrfach ausgezeichnet wurde, u. a. im Jahr 2000 mit dem „Red Dot Design Award“, einem der anerkanntesten Design-Preise. Das neue Standardprogramm „Motiva“ wurde 2001 eingeführt.

Eine Legende tritt ab!

Bis ins Jahr 1995 fungierte der Firmengründer Karl Markon als Geschäftsführender Gesellschafter aktiv als Chef der von ihm gegründeten Firma. Erst mit 90 Jahren machte er Platz für die nächste Generation, seine Tochter Monika Klettenhammer-Markon und sein Schwiegersohn Gerhard Klettenhammer, die beide schon bisher Markon als Geschäftsführer zur Seite standen, zu denen aber das Verhältnis nicht ganz friktionsfrei war.

Am 11. Juni 2000 ist der „Gentlemen der alten Schule“, der bereits zu Lebzeiten zu einer burgenländischen, wenn nicht zu einer österreichische Legende der Nachkriegszeit geworden war, verstorben. – Für seine Leistungen wurde Kommerzialrat Karl Markon u. a. mit dem „Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ (1966) und der Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Neudörfl (1975) ausgezeichnet.

Mit dem Abgang von Karl Markon ging ohne Zweifel eine Ära zu Ende, die nicht zuletzt auch durch das besondere Zusammengehörigkeitsgefühl geprägt war, das ihn und seine Mitarbeiter (von den Lehrlingen bis zu den Pensionisten), wie eine große Familie verbunden hatte.

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