1971 – 1977

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Gefeiert und geehrt – vom 25-Jahr-Jubiläum bis zur Staatswappenverleihung

Die 1970er Jahre – Neudörfler auf Expansionskurs

Das 25-Jahr-Jubiläum wurde am 25. Juni 1971 mit großem Pomp mit zahlreichen Gästen, darunter Landtagspräsident Karl Kriler, gebührend gefeiert. Im Jahr des Firmenjubiläums zählte das Unternehmen bereits 261 Mitarbeiter, darunter sieben Lehrlinge.

Bis Anfang der 1970er Jahre kam es durch Umbauten, Rationalisierungsmaßnahmen und Erweiterungen zu einer steten Vergrößerung des Fabriksareals auf insgesamt 27.000 m² Grund mit 11.000 m² verbauter Fläche. Im April 1971 erwarb Neudörfler die Firma Hofstättner. In diesem „Werk II“ wurden sämtliche Metallteile und Fußgestelle erzeugt und in einer automatischen Anlage pulverbeschichtet.

Im Juli 1972 wurde dann eine neue Produktionshalle (7.500 m²) im Beisein von Handelsminister Dr. Josef Staribacher in Betrieb genommen. 1973 folgte die Fertigstellung eines neuen Bürogebäudes mit einem Bürogroßraum von 750 m².

Am 1. August 1975 wurde die Einzelfirma Neudörfler Möbelfabrik Karl Markon in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit der Firmenbezeichnung „Neudörfler Möbelfabrik Karl Markon Gesellschaft m.b.H.“ umgewandelt, und im Jahr darauf erhielt die Firma Neudörfler eine besondere Auszeichnung, die wohl in gewissem Sinne auch die Krönung des Lebenswerkes von Karl Markon darstellte. 1976/1977 wurde dem Unternehmen als erstem Hersteller von Büromöbeln für die Leistungen um die österreichische Wirtschaft das Recht zur Führung des Staatswappens im gesellschaftlichen Verkehr zuerkannt. Aus diesem Anlass besuchten Bundesminister Dr. Josef Staribacher, der die Staatswappen-Urkunde überreichte, und Landeshauptmann Kery die Firma Neudörfler. Mehr Farbe im Büro & Möbel für Chefs – die schrillen 70er Jahre!

Farbe im Büro und Luxus für Manager

Mit neuem Logo wurden die neuen Produktlinien Anfang der 1970er Jahre beworben. Im Mittelpunkt von „Design 90“ stand ein komplettes Außenfußprogramm. In allen Werbekampagnen dieser Jahre propagierte man ein menschliches, freundliches Arbeitsumfeld und Betriebsklima, in dessen Dienst letztlich auch die Büroeinrichtung gestellt werden sollte, getreu einem Slogan von Le Corbusier, den Neudörfler in dieser Zeit verwendete. Völlig neu wurde 1973 die „FIB-Serie“ („Farbe im Büro“) konzipiert. „FIB“ entsprach mit seiner Farbpalette (Orange, Grün, Rot, Grau und Achat) ganz dem Trend der schrillen 1970er Jahre. 1976 folgten die Labels „VSOP-PLUS“ bzw. „VSOP“, Tische mit so genanntem „Kufengestell“ und mit einem Kabelsteg.

Mit diesen Serien wurde auch die Entwicklung weg vom Holz und hin zum Kunststoff definiert und wahrscheinlich die nachhaltigste Veränderung mit weitreichenden Folgen für Design, Gestaltung und Produktion der Büromöbel eingeleitet. Nur das so genannte „Management-Programm“ (1974 präsentiert) schwelgte als Reminiszenz an die alten Herrenzimmer in der intensiven Verwendung von (heute geschützten) Edelhölzern. Das Flaggschiffmodell trug die Bezeichnung „M1“, Palisanderfurniere und Fußteile aus Acrylglas oder Chrom waren seine Merkmale. Eine komplette Garnitur (mit Side- und Highboard) kostete Schilling 77.650,-, im Vergleich dazu schlug eine „gewöhnliche“ L-Kombination der „FIB-Serie“ mit einem Rolloschrank mit rund Schilling 8.000,- zu Buche.

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