Was kann man mit seinem und für seinen Körper tun, um in Einklang mit den ergonomischen Notwendigkeiten zu leben?
Damit hat sich die argentinische Tänzerin und Tanztherapeutin Fabiana Pastorini eingehend beschäftigt. In ihren „Dance for Health“ Seminaren zeigt sie den Kursteilnehmern mit einer Kombination verschiedener Techniken und Maßnahmen wie sich physische und psychische Verspannungen abbauen lassen. Durch Zuhören.
Fabiana Pastorini fühlt sich ganz offensichtlich wohl. Ihre Mimik, ihre Gestik, die ganze Art, wie sie ihren Körper bewegt, alles ist von fließender Eleganz. So würde man sich auch gerne bewegen können. Aber leider, das Leben ist kein Wunschkonzert. Im Alltag bleibt kaum Zeit sich um die Eleganz der Bewegung zu kümmern.
Da sitzen wir in unseren Büros, häufig an Tischen aus dem letzten Jahrhundert und auf wackeligen Stühlen und denken an „wichtigere“ Dinge. Aber irgendwann, nach Wochen, Monaten oder auch erst Jahren, ist man verspannt und fühlt sich schlapp. „Wir sind bemüht, uns anzupassen. Dafür bekommen wir früher oder später die Rechnung von unserem Körper präsentiert. Es müsste gar nicht so weit kommen, denn unser Körper sagt uns ständig, was er jetzt möchte und was nicht. Aber wir hören nicht auf unseren Körper.“
Bis der Körper laut aufschreit. Dann geht man zu Fabiana Pastorini.
Rückenschmerzen sind Anpassungsprobleme
„Zu mir kommen Menschen hauptsächlich aufgrund von Schmerzen, die aus Verspannungen entstehen. Und die Verspannungen entstehen einerseits aus (auch sozialen) Anpassungsproblemen, andererseits durch Verletzungen der Seele. Soweit es die körperlichen Anpassungsprobleme betrifft: Es ist wichtig dass, ob privat, oder im Arbeitsalltag alles optimal auf einen abgestimmt ist.
Auch wenn es eine Binsenweisheit ist, aber ich kann viel besser arbeiten, wenn ich keine Rückenschmerzen habe. Doch dazu muss ich ein bisschen aktiv werden. Wenn ständig alles passen würde, würden wir uns wahrscheinlich nicht mehr bewegen.
Wenn uns Sauerstoff fehlt, atmen wir tiefer, wenn wir Hunger bekommen, essen wir - das sind Bewegungen, die entstehen durch Mangel. Einen gewissen Mangel muss es geben, damit wir uns weiter bewegen. Und bewegen muss sich der Körper, um funktionieren zu können. Wenn jedoch der Mangel oder das Hindernis zu groß sind, dann funktioniert es nicht, weil unsere ganze Aufmerksamkeit darauf gerichtet ist, das Hindernis zu überwinden."